Stellungnahme der Evangelischen Kirchengemeinde Wendlingen am Neckar zum Bürgerentscheid am 6. November 2016

Liebe Wendlinger Bürgerinnen und Bürger,

Sie werden am 6. November 2016 darüber entscheiden, ob wir als evangelische Kirchengemeinde die ordnungsgemäße Bebauung unseres Grundstücks in ein vielseitig nutzbares Gemeindezentrum ausüben dürfen. Oder ob die Stadt Wendlingen in unser ureigenes Recht als Grundstückeigentümerin lenkend eingreifen soll.

Hierzu haben wir die wichtigsten Fakten nochmals für Sie zusammengefasst.

 

Warum Sie gefragt werden.

Die Johanneskirche mit ihrem Turm ist ein stadtbildprägendes Gebäudeensemble. Sie beschließen nun darüber, ob dies einen Eingriff der Stadt Wendlingen in das ureigene Recht der evangelischen Kirchengemeinde als Grundstückseigentümerin hinsichtlich der Bebauungsart rechtfertigt. Wichtig zu wissen ist, dass der Kirchturm als markantester Gebäudeteil ausdrücklich erhalten werden soll und das herausragende Merkmal des neuen Gemeindezentrums sein wird.

 

Worüber Sie abstimmen werden.

Sie entscheiden darüber, ob wir als evangelische Kirchengemeinde, mit derselben Neutralität wie jeder andere Eigentümer, von Seiten der Planungsbehörde die Bebauung unseres Grundstücks und damit die zeitgemäße Nutzung umsetzen dürfen oder nicht.

Sie entscheiden nicht über die Verhinderung des Kirchenabrisses. Denn eine rechtskräftige Abrissgenehmigung liegt uns bereits seit langem vor. Daran kann auch die Stadt Wendlingen nichts ändern.

Sie entscheiden auch nicht über einen Umbau der Johanneskirche. Denn der Erhalt des alten Kirchengebäudes, mit neuen Anbauten als Gemeindezentrum und Verwaltungssitz, wäre nicht nur äußerst unwirtschaftlich sondern ebenso unzweckmäßig. Wir hingegen möchten ein neues Gemeindezentrum für alle inmitten unserer Stadt gestalten, das zukunftsweisend, ökologisch und auch ökonomisch am sinnvollsten ist. Besser heute als erst in drei Jahren.

Unter Beteiligung der Stadt hat der Architektenwettbewerb im letzten Jahr einen hervorragenden Entwurf für das neue Gemeindezentrum hervorgebracht, der die neue Mehrfachnutzung optimal berücksichtigt.

 

Was wir zu bedenken bitten.

Wir haben über sechs Jahre intensiv geprüft und geplant – das wäre umsonst gewesen.

Wenn Sie mit JA stimmen, bedeutet das für uns mindestens drei weitere Jahre Gemeindearbeit unter stark einschränkenden Bedingungen. Drei weitere Jahre zusätzliche Mietkosten für unserer Gemeinderäume. Drei weitere Jahre, in denen aus Raumnot keine neuen Konzepte umgesetzt werden können.

Ein JA bedeutet eine unnötige finanzielle und gesellschaftliche Belastung unserer evangelischen Kirchengemeinde.

 

Deshalb: Stimmen Sie mit NEIN gegen den Eingriff der Stadt in unsere Belange.

Denn damit stimmen Sie

• FÜR die Fortführung der Gottesdienste im Zentrum und für neue Räume, um sich zu treffen und sich auszutauschen.

• FÜR den dringend benötigten Platz für unsere Jugendarbeit und auch für die Möglichkeit, gemeinsam zu musizieren.

• FÜR eine zentrale kirchliche Anlaufstelle in der Stadtmitte.

• FÜR unsere zukunftsorientierte und nutzenbringende Planung.

• FÜR die Selbstbestimmung der evangelischen Kirche als Bauherrin.

• FÜR die Eigenständigkeit der evangelischen Kirche als Institution.

 

Für den Kirchengemeinderat

Hans-Georg Class, 1. Vorsitzender

Pfr. Stefan Wannenwetsch, 2. Vorsitzender

Die Evangelische Kirchengemeinde Wendlingen am Neckar hat einen Informationsflyer zum geplanten Gemeindezentrum in der Stadtmitte veröffentlicht. Mit dem Flyer „Gute Gründe für den Neubau“ möchte der Kirchengemeinderat (KGR) die Kirchengemeinde und die Stadtöffentlichkeit zu den Gründen informieren, die Grundlage der bisher getroffenen Entscheidungen sind. Die „Guten Gründe“ sind dabei bewusst nicht als Gegenargumentation  zu den Argumenten der Neubaugegner formuliert. Vielmehr ergeben sie in Kombination mit der persönlichen Überzeugung der einzelnen Mitglieder des KGR Einblick in die Hintergründe der getroffenen Entscheidung. Der Öffentlichkeit soll damit eine Möglichkeit gegeben werden, selbst einzuschätzen, inwiefern jeder den Beweggründen des gewählten Kirchengemeinderats folgen kann.

Aktuell befindet sich das Projekt in der Planungsphase, nach deren Abschluss es eine finale Entscheidung zur Umsetzung geben wird.

Grundsatzbeschluss zum Bauprojekt

Abstimmungsergebnis der erneuten Abstimmung vom 30.01.15

Am Freitag, 30.1.15, 19.30 Uhr fand im Saal des Ev. Gemeindehauses, Kirchheimer Str. 1, eine öffentliche Kirchengemeinderatssitzung statt.

Im Rahmen dieser Sitzung wurde über das weitere Vorgehen beim Bauprojekt Johanneskirche beraten und beschlossen.

In der Entscheidungssitzung hat der KGR Wendlingen folgendermaßen abgestimmt:

Aussetzung der Entscheidung wurde mit 7 Gegenstimmen und 5 Ja-Stimmen und 1 Enthaltung abgelehnt

Umbau der Johanneskirche 5 Stimmen

Neubau mit Ergänzungsbebauung 8 Stimmen

Zusammen mit Bruderhausdiakonie

Ja 8 Stimmen, Nein 5 Stimmen

 

Rückblick

Am Mittwoch, 24.7.13, hat die Ortskirchliche Verwaltung in öffentlicher Sitzung in einer geheimen Abstimmung über das Bauprojekt Johanneskirche entschieden.

Die einzelnen Abstimmungsergebnisse:

Abstimmung zu den 3 Varianten Bauprojekt Johanneskirche:

  • Umbau: 4 Stimmen
  • Neubau: 0 Stimmen
  • Neubau mit Ergänzungsbebauung: 12 Stimmen

Abstimmung zum Erhalt des Kirchturmes:

  • Der Kirchturm soll erhalten bleiben: 12 Stimmen
  • Der Kirchturm soll nicht erhalten bleiben: 4 Stimmen

Somit wird das neue Gemeindezentrum als Neubau mit Ergänzungsbebauung mit Erhalt des Kirchturmes realisiert.

 

Aktuelles

 

Abrissbeschluss Johanneskirche ausgesetzt

Der Kirchengemeinderat der Evangelischen Kirchengemeinde Wendlingen a.N. hat in seiner Sitzung am vergangenen Dienstag den Beschluss zum Abriss der Johanneskirche vorerst ausgesetzt.

Der Beschluss hat zwar keine direkte Auswirkung auf das bisherige Ziel und weitere Vorgehen des Kirchengemeinderates, ein für die Zukunft finanziell und gesellschaftlich tragbares Konzept für ein Gemeindezentrum umzusetzen. Es soll jedoch mit diesem symbolischen Akt zum einen das 50 jährige Jubiläum der Johanneskirche unbelastet begangen werden, zum anderen die Kommunikation mit den beiden Gruppen, die sich für den Erhalt der Johanneskirche einsetzen, erleichtert werden. Mit einer erneuten Beschlussfassung ist nach der Durchführung eines Architektenwettbewerbes zu rechnen, über dessen Form und Inhalt der Kirchengemeinderat derzeit noch berät. Es wird zudem angestrebt in diesem Jahr noch eine Gemeindeversammlung einzuberufen, in der die Gemeindeöffentlichkeit aktuell informiert wird und in der der Kirchengemeinderat den Dialog mit der Gemeinde weiterführen möchte.

 

 Aktuelle Entwicklungen

Nach der Klausurtagung des Kirchengemeinderats am 5. April 2014  ist der Kirchengemeinderat dabei, offene Fragen zu bearbeiten.

Am 6. Mai fand ein Gespräch mit dem diakonischen Partner statt, in dem offene Fragen angesprochen wurden.

Zur Zeit präzisiert der Kirchengemeinderat den Raumbedarf. Dieser muss dann noch mit dem Oberkirchenrat abgestimmt werden. Voraussichtlich im Juli wird ein Gespräch dazu stattfinden können.

Ebenfalls im Juli ist ein Gespräch mit der Stadt geplant, um offene baurechtliche Fragen anzusprechen.

 

Presseberichte zum Bauprojekt Johanneskirche

Die aktuellen zum Bauprojekt Johanneskirche erschienenen Zeitungsartikel können Sie hier abrufen.

 

Runder Tisch am 2.5.14 mit Unterschriftenübergabe

Am Freitag, 2. Mai fand in der Lauterschule ein weiterer Runder Tisch statt, dessen Ziel es war, die Argumente und Anliegen all derer persönlich zu hören, die seit der Vorstellung des Architektengutachtens durch Herrn Riehle sich schriftlich an den Kirchengemeinderat gewendet haben. Die gesammelten Rückmeldungen wurden im Rahmen der der Sitzung des Kirchengemeinderates am 6. Mai, dem Kirchengemeinderat für den weiteren Entscheidungsprozess vorgestellt. Am Ende der Veranstaltung wurden auch die Unterschriften des Freundeskreis Johanneskirche an die Kirchengemeinde übergeben.

 

Gemeindeversammlung

Am Donnerstag, 20.3.14., 19.30 Uhr, sollen die Ergebnisse der Untersuchung des Architekturbüros von Architekt Wolfgang Riehle in einer Gemeindeversammlung vorgestellt werden. Die Gemeindeversammlung wird im Katholischen Gemeindezentrum St. Georg, Bürgerstraße 4, stattfinden.

Einladung zum 2. „Runden Tisch“ am 28.2.14

Der Kirchengemeinderat der Evangelischen Kirchengemeinde Wendlingen am Neckar lädt Sie herzlich ein zum2. „Runden Tisch“ zum Thema Gemeindezentrum/Johanneskirche.

Der Abend findet am Freitag, 28. Februar 2014, um 19 Uhr im Ev. Gemeindehaus, Kirchheimer Str. 1 ( Lauterschule), statt.

Inhalt des Abends ist:

  • Information zu aktuellen Entwicklungen und Aktivitäten
  • Beantwortung von Fragen/Anliegen aus verschiedenenBriefen an den Kirchengemeinderat
  • Anhören weiterer Anliegen
  • diesbezüglicher Austausch

Gerne können Sie uns vorab schon Wunschthemen oder Fragen zukommen lassen, das erleichtert uns die Vorbereitung des Abends.

Ans Herz legen möchten wir Ihnen die Vorablektüre der bereits veröffentlichten Dokumente: Das Immobilienkonzept und das Due-Diligence Gutachten, die wir Ihnen über unsere Homepage oder das Pfarramt Nord auch nochmals zur Verfügung stellen können.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und einen informativen Abend.

 

Presseartikel zur Unterschriftenübergabe

Die Artikel aus der Wendlinger Zeitung vom 5.12.13 finden Sie hier:

Geheimniskrämerei um Unterschriften

Ein Unding

 

Beauftragung vergleichende Machbarkeitsstudie

Der Beschluss der Ortskirchlichen Verwaltung der Evang. Kirchengemeinde Wendlingen am Neckar, an Stelle der Johanneskirche in der Stadtmitte ein Gemeindezentrum mit Zusatzbebauung zu errichten, ist vielfach auf Unverständnis gestoßen. Deshalb wurden Riehle+Assoziierte Architekten und Stadtplaner, Reutlingen, mit einer vergleichenden Machbarkeitsstudie beauftragt. Unter Federführung von Dipl.-Ing. Wolfgang Riehle (im Ehrenamt Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg) sollen beide Varianten - Umbau der Kirche oder Neubau mit Ergänzungsbebauung – unvoreingenommen ohne jede Vorgabe fachlich untersucht werden. Mit dem Ergebnis der Untersuchung ist im März zu rechnen. Das Ergebnis soll in einer Gemeindeversammlung vorgestellt werden.

 

Gesprächsrunde am 25.10.13

Am Freitag, 25.10., lud die Ortskirchliche Verwaltung („Kirchengemeinderat“), zu einer Gesprächsrunde rund um die Zukunft der Johanneskirche ein. Ziel war es, die unterschiedlichen Ansinnen wahrzunehmen, welche die Kritiker des Immobilienkonzeptes der fusionierten Kirchengemeinde bezüglich der Neugestaltung des Standorts Johanneskirche vorbrachten. Der Termin wurde von allen Beteiligten als wichtiger Schritt bewertet, nachdem in jüngster Vergangenheit mit Leserbriefen und Unterschriftenaktionen Kritik am Beschluss der Ortskirchlichen Verwaltung laut wurde, die Johanneskirche durch einen Neubau mit Ergänzungsbebauung zu ersetzen. Die Ortskirchliche Verwaltung wird die vorgebrachten Ideen, Kritikpunkte und Anregungen in ihren nächsten Sitzungen diskutieren, Aktivitäten ableiten und mit den Teilnehmern der Gesprächsrunde, aber auch weiteren Interessierten intensiv in Kontakt bleiben. Von allen Beteiligten wurde die Einheit und der Friede innerhalb der fusionierten Gemeinde als oberstes Ziel bekräftigt.